Natur und Umwelt

Geowissenschaften

Bachelor

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Steckbrief

Der Bachelorstudiengang „Geowissenschaften“ vermittelt und verbindet zentrale Elemente und Erkenntnisse der Geologie, Geophysik, Mineralogie und Paläontologie. Sein Konzept folgt dem modernen Verständnis der Geowissenschaften: Auf der Oberfläche und im Inneren der Erde ablaufende Prozesse werden als Teile eines Gesamtsystems verstanden und mit naturwissenschaftlichen Methoden analysiert und modelliert. Diese Vorgänge können sich in tiefer geologischer Vergangenheit ereignet haben, aber bis heute als Gesteinsformation, Fossil oder nutzbare Lagerstätte... mehr » mehr »


Eckdaten

Titel/Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Unterrichtssprache

Deutsch

Weitere Unterrichtssprachen

Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Die Teilnahme an einem Selbsttest ist freiwillig. Sie wird empfohlen zur Feststellung der individuellen Eignung für das geowissenschaftliche Studium.

mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester

 

Bewerbung bis zum

15.01. bzw. 15.07.

BESCHREIBUNG DES FACHES

Der Bachelorstudiengang „Geowissenschaften“ vermittelt und verbindet zentrale Elemente und Erkenntnisse der Geologie, Geophysik, Mineralogie und Paläontologie. Sein Konzept folgt dem modernen Verständnis der Geowissenschaften: Auf der Oberfläche und im Inneren der Erde ablaufende Prozesse werden als Teile eines Gesamtsystems verstanden und mit naturwissenschaftlichen Methoden analysiert und modelliert. Diese Vorgänge können sich in tiefer geologischer Vergangenheit ereignet haben, aber bis heute als Gesteinsformation, Fossil oder nutzbare Lagerstätte erhalten sein. Aktuelle Geoprozesse betreffen die menschliche Zivilisation in vielfältiger Weise: Sie erhalten Lebensräume durch Neubildung von Nährstoffen, Böden und Grundwasser, können aber auch als Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Unwetter große Schäden anrichten. Die Erde bietet schier unerschöpfliche natürliche Energiequellen (Wind, Strahlung, Erdwärme), viele mineralische und fossile Rohstoffe werden dagegen schon in näherer Zukunft erschöpft sein. In der Klimaforschung schließlich schafft die Kenntnis der Vergangenheit das notwendige Detailverständnis für alle Elemente des Klimasystems, um die weltweiten Folgen des aktuellen Klimawandels vorherzusagen.

Ziel des Faches ist es, das "System Erde" immer genauer zu verstehen und zu dessen nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Der Studiengang deckt die gesamte fachliche Breite der Geowissenschaften ab und läßt eine individuelle Schwerpunktbildung zu.

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Das interdisziplinäre Studium bereitet auf eine moderne und breit gefächerte Berufspraxis vor. Geowissenschaftler/innen führen Untersuchungen für den Bau von Straßen, Staudämmen, Deponien, Windkraft-, Solar- und Geothermikanlagen durch. Sie suchen und fördern Grundwasser, Erdöl, Gas, Erz und Baustoffe, erfassen, analysieren und sanieren Verschmutzungen des Bodens, des Wassers und der Luft, nehmen vielfältige Planungs- und Verwaltungsaufgaben wahr und sind in der Produktentwicklung, der Öffentlichkeitsarbeit und den Medien tätig. Besonders in den Bereichen Energie, Wasser und Boden werden Fachkräfte mit geowissenschaftlicher Ausbildung zunehmend gefragt.

Arbeitgeber sind Rohstoff-, Energie-, Bau- und Transportunternehmen, Planungsbüros und Umweltlabore, Behörden, Medien, Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Die ersten drei Studiensemester sind den mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen und der Einführung in die Geowissenschaften gewidmet.
Im vierten bis sechsten Semester erfolgt das praxisorientierte Fachstudium und die Vertiefung in drei der Schwerpunkte
• angewandte Geophysik,
• Geochemie,
• Geophysik,
• Hydrogeologie/Ingenieurgeologie,
• Meeresgeologie,
• Mineralogie/Kristallographie,
• Paläontologie,
• Petrologie,
• Sedimentologie.
Prüfungen finden studienbegleitend statt. Mit einer sechswöchigen Bachelorarbeit und einem Kolloquium wird das Studium abgeschlossen.

Ausführliche Beschreibungen der Studieninhalte finden Sie auf der Webseite des Studiengangs unter "Lehrveranstaltungen" (Link s.u.).

Studienverlaufsplan

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Der Pflichtbereich (2/3) umfasst mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen und eine fundierte Einführung in die Hauptrichtungen und Arbeitstechniken der Geowissenschaften. Der Wahlpflichtbereich (1/3) ermöglicht durch die Auswahl von drei aus neun Schwerpunktfächern ein Lernen nach eigenen Interessen und in überschaubaren Gruppen (s. a. Studienschwerpunkte).

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Das Lehrangebot umfasst Vorlesungen, Übungen, Praktika, Projektübungen, Geländeübungen, Exkursionen und Seminare. Vorlesungen vermitteln die Grundlagen eines Fachgebietes. Methoden werden in Übungen und Praktika erlernt. Zu Seminaren tragen Studierende mit eigenen Vorträgen bei, in Projektübungen lösen sie gemeinsam konkrete Aufgaben unter Anleitung. Wesentlicher Bestandteil eines geowissenschaftlichen Studiums ist die Geländeausbildung, die alle Bereiche der Geologie, Geophysik, Mineralogie und Paläontologie umfasst. Sie müssen mit einer Eigenbeteiligung an Ihren Exkursionskosten in Höhe von etwa 600 € pro Jahr rechnen.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Studienschwerpunkte:
• Geochemie
• Geophysik
• angewandte Geophysik
• Meeresgeologie
• Mineralogie/Kristallographie
• Petrologie
• Paläontologie
• Sedimentologie
• Hydrogeologie/Ingenieurgeologie

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Beruflich relevante Qualifikationen und Arbeitstechniken stehen in jedem Semester auf dem Stundenplan: Kurse mit Computeranwendungen, Programmierung, Arbeiten mit Geographischen Informationssystemen (GIS), Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie im Visualisieren und Präsentieren von Ergebnissen sind in die geowissenschaftlichen Module integriert und garantieren damit einen direkten Bezug zum Studienfach. Forschendes Lernen ist explicit das Thema in einem Projektkurs und einer Projektübung. Der Projektkurs ist einem Schwerpunktfach zugeordnet und kann sowohl eine eigenständige Laborarbeit, eine themenbezogene Geländeübung oder eine Literatur-bezogene Forschungsaufgabe beinhalten. In der Projektübung Sedimentkern wird eine reale Aufgabenstellung von Studierenden im Team unter Anleitung von Experten bearbeitet. Der Aufbau von Ergebnisberichten, die richtige Fachsprache und angemessene Darstellungsformen werden geübt und bewertet. Kartier- und Geländeübungen über mindestens vier Wochen vermitteln wichtige Geländepraxis. Ein sechswöchiges Berufspraktikum gibt wesentliche Anhaltspunkte für die spätere Berufsausübung.

Praktikum

Ein sechswöchiges fachbezogenes Berufspraktikum ist obligatorischer Teil des Studiums, um frühzeitig einen Einblick in die außeruniversitäre Arbeitswelt von Geowissenschaftler/innen zu gewinnen. Es sollte idealerweise in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden. Eine Aufteilung der Praktikumszeit in kleinere Einheiten ist möglich.

Fremdsprachenkenntnisse

Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Es sollten außerdem gute Englischkenntnisse vorhanden sein, um Fachliteratur lesen zu können. Sprachkenntnisse können während des Studiums selbständig vertieft werden.

Auslandssemester

Ein Auslandssemester oder -jahr ins Studium zu integrieren, ist möglich. In der Regel wird der Aufenthalt in das dritte Studienjahr gelegt. Studienleistungen aus dem Ausland werden bei vorheriger Absprache anerkannt.

Selbstorganisierte Aufenthalte können weltweit absolviert werden, Austauschkooperationen bestehen mit vier Universitäten außerhalb der EU.

Im Rahmen des Erasmus-Programms bestehen derzeit 12 Partnerschaften (Details unter http://www.geo.uni-bremen.de/page.php?pageid=555).

Prüfungen und Prüfungsformen

Prüfungen erfolgen studienbegleitend und können in den folgenden Formen erfolgen:
• Klausur (ca. 60 bis 180 Minuten)
• mehrere Kurzklausuren (ca. 10 bis 45 Minuten)
• mündliche Prüfung (ca. 20 bis 45 Minuten),
• schriftlich ausgearbeitetes Referat mit Vortrag (ca. 20 bis 45 Minuten),
• Bearbeitung von Übungsaufgaben,
• Hausarbeit,
• Projektarbeit und -bericht,
• Praktikumsbericht,
• Exkursionsbericht,
• Kartierbericht.
Das Studium wird mit einer sechswöchigen Bachelorarbeit und einem mündlichen Kolloquium von etwa 30 - 40 Minuten abgeschlossen.

Besonderheiten Studium / Sonstige

Die Universität Bremen hat internationalen Rang bei der Erforschung der Meere und Meeresböden. Im Mittelpunkt stehen die Dynamik und der Stoffhaushalt der Ozeane und die Rekonstruktion vergangener Klimabedingungen. Das an der Bremer Universität eingerichtete Forschungszentrum MARUM und die Forschungszentren des Landes Bremen - das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie - sowie das Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven tragen zur hohen Qualität und Aktualität der geowissenschaftlichen Lehre in den Bremer Studiengängen bei.

In den klassischen und angewandten Feldern der Geowissenschaften sind sowohl der Fachbereich als auch seine Studienangebote sehr breit aufgestellt: Mit Schwerpunkten in der Geochemie, Geophysik, Hydrogeologie, Ingenieurgeologie/Geotechnik, Meeresgeologie/Ozeanographie, Mineralogie/Materialwissenschaften, Modellierung geodynamischer Prozesse, Paläontologie, Petrologie und Sedimentologie stehen den Bremer Studierenden Lehrangebote und Forschungsmöglichkeiten in großer Breite zur Verfügung.

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Neben einer ausgeprägten Neugier für die Erde „zu Ihren Füßen“ sollten Sie Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen haben. Kenntnisse auf Abiturniveau in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie, aber auch Biologie und Geographie bilden eine solide Grundlage für das Studium. Gute Englischkenntnisse erschließen den internationalen Charakter und die Literatur des Fachs. Da Computer- und Informationstechnologien im Studium wie Beruf einen hohen Stellenwert haben, sollten Sie diesem Bereich aufgeschlossen gegenüberstehen und bereits Erfahrungen mitbringen.

In den Geowissenschaften ist es zudem wichtig, über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und ein Interesse an komplexen Kausalbeziehungen zu verfügen. Die Unterrichtsformen des Studiengangs setzen die Fähigkeit voraus, sowohl selbstständig als auch im Team zu arbeiten.

Für die unvermeidliche Geländearbeit sollten Sie wetterfest und körperlich belastbar sein und möglichst auch Freude am Naturerlebnis mitbringen.

Auslandsaufenthalte erfordern Anpassung an fremde Kulturen und Umweltbedingungen.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Die Teilnahme an einem Selbsttest ist freiwillig. Sie wird empfohlen zur Feststellung der individuellen Eignung für das geowissenschaftliche Studium.

Zulassung

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07. zum Wintersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.01. zum Sommersemester
  • 15.07. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

SoSe und WiSe

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 321,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Weitere Unterrichtssprachen

  • Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung

FORSCHUNG UND LEHRE

Fachgebiete

• Allgemeine und Marine Geologie
• Meeresgeologie
• Geochemie und Hydrogeologie
• Geochronologie/Beckenanalyse
• Geodynamik der Polargebiete
• Geophysik - Geodynamik
• Geosystem-Modellierung
• Geotechnik
• Historische Geologie/Paläontologie
• Isotopengeochemie
• Kristallographie
• Küstendynamik
• Marine Geophysik
• Marine Ingenieurgeologie
• Marine Sedimentologie
• Meerestechnik/Umweltforschung
• Mikropaläontologie/Paläozeanographie
• Mineralogie
• Modellierung von Sedimentationsprozessen
• Organische Geochemie
• Paläozeanographie
• Petrologie der Ozeankruste
• Sedimentgeochemie
• Sedimentologie/Paläozeanographie

Lehrende

17 Professoren und 4 Professorinnen im Fach Geologie / Paläontologie 
18 weitere ProfessorInnen und PrivatdozentInnen
49 wissenschaftliche MitarbeiterInnen
16 Lehrbeauftragte

Studierende

90 Studentinnen
158 Studenten

Kooperationen

• Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
• MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften
• Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
• Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Abteilung Meeresforschung
• Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) GmbH

KONTAKT UND BERATUNG

Studienfachberatung

Dr. Ulrike Wolf-Brozio
Gebäude: GEO
E-Mail: wolfbroz(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65004

Studienzentrum

Dr. Ulrike Wolf-Brozio
Gebäude: GEO
E-Mail: wolfbroz(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65004
Dr. Barbara Ventura
Gebäude: GEO
E-Mail: bventura(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65005

Praxisbüro

Dr. Ulrike Wolf-Brozio
Gebäude: GEO
E-Mail: wolfbroz(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65004

Geschäftsstelle des Fachbereichrates

Kirsten Feldmann
Gebäude: GEO
E-Mail: kfeldman(at)uni-bremen.de
Telefon: +49 421 218 - 65011

Geschäftsstelle des Prüfungsauschusses

Stefan Siemers
Gebäude: GEO
E-Mail: stefan.siemers(at)uni-bremen.de
Telefon: +49 (0)421 218 65013

Stand der Informationen

06.11.2017
Beschreibung des Faches

BESCHREIBUNG DES FACHES

Der Bachelorstudiengang „Geowissenschaften“ vermittelt und verbindet zentrale Elemente und Erkenntnisse der Geologie, Geophysik, Mineralogie und Paläontologie. Sein Konzept folgt dem modernen Verständnis der Geowissenschaften: Auf der Oberfläche und im Inneren der Erde ablaufende Prozesse werden als Teile eines Gesamtsystems verstanden und mit naturwissenschaftlichen Methoden analysiert und modelliert. Diese Vorgänge können sich in tiefer geologischer Vergangenheit ereignet haben, aber bis heute als Gesteinsformation, Fossil oder nutzbare Lagerstätte erhalten sein. Aktuelle Geoprozesse betreffen die menschliche Zivilisation in vielfältiger Weise: Sie erhalten Lebensräume durch Neubildung von Nährstoffen, Böden und Grundwasser, können aber auch als Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Unwetter große Schäden anrichten. Die Erde bietet schier unerschöpfliche natürliche Energiequellen (Wind, Strahlung, Erdwärme), viele mineralische und fossile Rohstoffe werden dagegen schon in näherer Zukunft erschöpft sein. In der Klimaforschung schließlich schafft die Kenntnis der Vergangenheit das notwendige Detailverständnis für alle Elemente des Klimasystems, um die weltweiten Folgen des aktuellen Klimawandels vorherzusagen.

Ziel des Faches ist es, das "System Erde" immer genauer zu verstehen und zu dessen nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Der Studiengang deckt die gesamte fachliche Breite der Geowissenschaften ab und läßt eine individuelle Schwerpunktbildung zu.

Berufswege und Weiterqualifizierung

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Das interdisziplinäre Studium bereitet auf eine moderne und breit gefächerte Berufspraxis vor. Geowissenschaftler/innen führen Untersuchungen für den Bau von Straßen, Staudämmen, Deponien, Windkraft-, Solar- und Geothermikanlagen durch. Sie suchen und fördern Grundwasser, Erdöl, Gas, Erz und Baustoffe, erfassen, analysieren und sanieren Verschmutzungen des Bodens, des Wassers und der Luft, nehmen vielfältige Planungs- und Verwaltungsaufgaben wahr und sind in der Produktentwicklung, der Öffentlichkeitsarbeit und den Medien tätig. Besonders in den Bereichen Energie, Wasser und Boden werden Fachkräfte mit geowissenschaftlicher Ausbildung zunehmend gefragt.

Arbeitgeber sind Rohstoff-, Energie-, Bau- und Transportunternehmen, Planungsbüros und Umweltlabore, Behörden, Medien, Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines zweijährigen wissenschaftlichen Masterstudiums.

Studieninhalte und Fächerkombinationen

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Die ersten drei Studiensemester sind den mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen und der Einführung in die Geowissenschaften gewidmet.
Im vierten bis sechsten Semester erfolgt das praxisorientierte Fachstudium und die Vertiefung in drei der Schwerpunkte
• angewandte Geophysik,
• Geochemie,
• Geophysik,
• Hydrogeologie/Ingenieurgeologie,
• Meeresgeologie,
• Mineralogie/Kristallographie,
• Paläontologie,
• Petrologie,
• Sedimentologie.
Prüfungen finden studienbegleitend statt. Mit einer sechswöchigen Bachelorarbeit und einem Kolloquium wird das Studium abgeschlossen.

Ausführliche Beschreibungen der Studieninhalte finden Sie auf der Webseite des Studiengangs unter "Lehrveranstaltungen" (Link s.u.).

Studienverlaufsplan

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Der Pflichtbereich (2/3) umfasst mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen und eine fundierte Einführung in die Hauptrichtungen und Arbeitstechniken der Geowissenschaften. Der Wahlpflichtbereich (1/3) ermöglicht durch die Auswahl von drei aus neun Schwerpunktfächern ein Lernen nach eigenen Interessen und in überschaubaren Gruppen (s. a. Studienschwerpunkte).

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Das Lehrangebot umfasst Vorlesungen, Übungen, Praktika, Projektübungen, Geländeübungen, Exkursionen und Seminare. Vorlesungen vermitteln die Grundlagen eines Fachgebietes. Methoden werden in Übungen und Praktika erlernt. Zu Seminaren tragen Studierende mit eigenen Vorträgen bei, in Projektübungen lösen sie gemeinsam konkrete Aufgaben unter Anleitung. Wesentlicher Bestandteil eines geowissenschaftlichen Studiums ist die Geländeausbildung, die alle Bereiche der Geologie, Geophysik, Mineralogie und Paläontologie umfasst. Sie müssen mit einer Eigenbeteiligung an Ihren Exkursionskosten in Höhe von etwa 600 € pro Jahr rechnen.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Studienschwerpunkte:
• Geochemie
• Geophysik
• angewandte Geophysik
• Meeresgeologie
• Mineralogie/Kristallographie
• Petrologie
• Paläontologie
• Sedimentologie
• Hydrogeologie/Ingenieurgeologie

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Beruflich relevante Qualifikationen und Arbeitstechniken stehen in jedem Semester auf dem Stundenplan: Kurse mit Computeranwendungen, Programmierung, Arbeiten mit Geographischen Informationssystemen (GIS), Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie im Visualisieren und Präsentieren von Ergebnissen sind in die geowissenschaftlichen Module integriert und garantieren damit einen direkten Bezug zum Studienfach. Forschendes Lernen ist explicit das Thema in einem Projektkurs und einer Projektübung. Der Projektkurs ist einem Schwerpunktfach zugeordnet und kann sowohl eine eigenständige Laborarbeit, eine themenbezogene Geländeübung oder eine Literatur-bezogene Forschungsaufgabe beinhalten. In der Projektübung Sedimentkern wird eine reale Aufgabenstellung von Studierenden im Team unter Anleitung von Experten bearbeitet. Der Aufbau von Ergebnisberichten, die richtige Fachsprache und angemessene Darstellungsformen werden geübt und bewertet. Kartier- und Geländeübungen über mindestens vier Wochen vermitteln wichtige Geländepraxis. Ein sechswöchiges Berufspraktikum gibt wesentliche Anhaltspunkte für die spätere Berufsausübung.

Praktikum

Ein sechswöchiges fachbezogenes Berufspraktikum ist obligatorischer Teil des Studiums, um frühzeitig einen Einblick in die außeruniversitäre Arbeitswelt von Geowissenschaftler/innen zu gewinnen. Es sollte idealerweise in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden. Eine Aufteilung der Praktikumszeit in kleinere Einheiten ist möglich.

Fremdsprachenkenntnisse

Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Es sollten außerdem gute Englischkenntnisse vorhanden sein, um Fachliteratur lesen zu können. Sprachkenntnisse können während des Studiums selbständig vertieft werden.

Auslandssemester

Ein Auslandssemester oder -jahr ins Studium zu integrieren, ist möglich. In der Regel wird der Aufenthalt in das dritte Studienjahr gelegt. Studienleistungen aus dem Ausland werden bei vorheriger Absprache anerkannt.

Selbstorganisierte Aufenthalte können weltweit absolviert werden, Austauschkooperationen bestehen mit vier Universitäten außerhalb der EU.

Im Rahmen des Erasmus-Programms bestehen derzeit 12 Partnerschaften (Details unter http://www.geo.uni-bremen.de/page.php?pageid=555).

Prüfungen und Prüfungsformen

Prüfungen erfolgen studienbegleitend und können in den folgenden Formen erfolgen:
• Klausur (ca. 60 bis 180 Minuten)
• mehrere Kurzklausuren (ca. 10 bis 45 Minuten)
• mündliche Prüfung (ca. 20 bis 45 Minuten),
• schriftlich ausgearbeitetes Referat mit Vortrag (ca. 20 bis 45 Minuten),
• Bearbeitung von Übungsaufgaben,
• Hausarbeit,
• Projektarbeit und -bericht,
• Praktikumsbericht,
• Exkursionsbericht,
• Kartierbericht.
Das Studium wird mit einer sechswöchigen Bachelorarbeit und einem mündlichen Kolloquium von etwa 30 - 40 Minuten abgeschlossen.

Besonderheiten Studium / Sonstige

Die Universität Bremen hat internationalen Rang bei der Erforschung der Meere und Meeresböden. Im Mittelpunkt stehen die Dynamik und der Stoffhaushalt der Ozeane und die Rekonstruktion vergangener Klimabedingungen. Das an der Bremer Universität eingerichtete Forschungszentrum MARUM und die Forschungszentren des Landes Bremen - das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie - sowie das Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven tragen zur hohen Qualität und Aktualität der geowissenschaftlichen Lehre in den Bremer Studiengängen bei.

In den klassischen und angewandten Feldern der Geowissenschaften sind sowohl der Fachbereich als auch seine Studienangebote sehr breit aufgestellt: Mit Schwerpunkten in der Geochemie, Geophysik, Hydrogeologie, Ingenieurgeologie/Geotechnik, Meeresgeologie/Ozeanographie, Mineralogie/Materialwissenschaften, Modellierung geodynamischer Prozesse, Paläontologie, Petrologie und Sedimentologie stehen den Bremer Studierenden Lehrangebote und Forschungsmöglichkeiten in großer Breite zur Verfügung.

Bewerbung und Zulassung

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Neben einer ausgeprägten Neugier für die Erde „zu Ihren Füßen“ sollten Sie Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen haben. Kenntnisse auf Abiturniveau in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie, aber auch Biologie und Geographie bilden eine solide Grundlage für das Studium. Gute Englischkenntnisse erschließen den internationalen Charakter und die Literatur des Fachs. Da Computer- und Informationstechnologien im Studium wie Beruf einen hohen Stellenwert haben, sollten Sie diesem Bereich aufgeschlossen gegenüberstehen und bereits Erfahrungen mitbringen.

In den Geowissenschaften ist es zudem wichtig, über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und ein Interesse an komplexen Kausalbeziehungen zu verfügen. Die Unterrichtsformen des Studiengangs setzen die Fähigkeit voraus, sowohl selbstständig als auch im Team zu arbeiten.

Für die unvermeidliche Geländearbeit sollten Sie wetterfest und körperlich belastbar sein und möglichst auch Freude am Naturerlebnis mitbringen.

Auslandsaufenthalte erfordern Anpassung an fremde Kulturen und Umweltbedingungen.

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

Die Teilnahme an einem Selbsttest ist freiwillig. Sie wird empfohlen zur Feststellung der individuellen Eignung für das geowissenschaftliche Studium.

Zulassung

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07. zum Wintersemester

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene

  • 15.01. zum Sommersemester
  • 15.07. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Studienbeginn Fortgeschrittene

SoSe und WiSe
Formalia

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Vollfach

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Science (B.Sc.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Vollfach
180CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 321,42 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Weitere Unterrichtssprachen

  • Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung
Forschung und Lehre

FORSCHUNG UND LEHRE

Fachgebiete

• Allgemeine und Marine Geologie
• Meeresgeologie
• Geochemie und Hydrogeologie
• Geochronologie/Beckenanalyse
• Geodynamik der Polargebiete
• Geophysik - Geodynamik
• Geosystem-Modellierung
• Geotechnik
• Historische Geologie/Paläontologie
• Isotopengeochemie
• Kristallographie
• Küstendynamik
• Marine Geophysik
• Marine Ingenieurgeologie
• Marine Sedimentologie
• Meerestechnik/Umweltforschung
• Mikropaläontologie/Paläozeanographie
• Mineralogie
• Modellierung von Sedimentationsprozessen
• Organische Geochemie
• Paläozeanographie
• Petrologie der Ozeankruste
• Sedimentgeochemie
• Sedimentologie/Paläozeanographie

Lehrende

17 Professoren und 4 Professorinnen im Fach Geologie / Paläontologie 
18 weitere ProfessorInnen und PrivatdozentInnen
49 wissenschaftliche MitarbeiterInnen
16 Lehrbeauftragte

Studierende

90 Studentinnen
158 Studenten

Kooperationen

• Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
• MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften
• Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
• Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Abteilung Meeresforschung
• Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) GmbH

Kontakt und Beratung

KONTAKT UND BERATUNG

Studienfachberatung

Dr. Ulrike Wolf-Brozio
Gebäude: GEO
E-Mail: wolfbroz(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65004

Studienzentrum

Dr. Ulrike Wolf-Brozio
Gebäude: GEO
E-Mail: wolfbroz(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65004
Dr. Barbara Ventura
Gebäude: GEO
E-Mail: bventura(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65005

Praxisbüro

Dr. Ulrike Wolf-Brozio
Gebäude: GEO
E-Mail: wolfbroz(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-65004

Geschäftsstelle des Fachbereichrates

Kirsten Feldmann
Gebäude: GEO
E-Mail: kfeldman(at)uni-bremen.de
Telefon: +49 421 218 - 65011

Geschäftsstelle des Prüfungsauschusses

Stefan Siemers
Gebäude: GEO
E-Mail: stefan.siemers(at)uni-bremen.de
Telefon: +49 (0)421 218 65013

Stand der Informationen

06.11.2017