Gesellschaft & Bildung

Inklusive Pädagogik (Grundschule)

Bachelor

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Steckbrief

Das Studienfach Inklusive Pädagogik (IP) im Bachelorstudiengang „Bildungs­wissen­schaften des Primar­- und Elementar­be­reichs“ (BiPEb) bereitet auf eine Tätig­keit in inklusiven pädagogischen Ar­beits­fel­dern, insbesondere in inklusiven (Grund-)Schulen vor. Primäres Berufsziel ist die Tätigkeit als Lehr­kraft.

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Eckdaten

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Lehramtsfach
24CP - 72CP

Unterrichtssprache

Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

6 Wochen Vorpraktikum (Richtlinien für das Vorpraktikum) [pdf]

Mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

zum Wintersemester

zulassungsbeschränkt; es findet ein Auswahlverfahren statt

Beschreibung des Auswahlverfahrens

Bewerbung bis zum

15.07.

Studienplatzvergabe (DoSV)

Zulassung für höhere Semester

BESCHREIBUNG DES FACHES

Das Studienfach Inklusive Pädagogik (IP) im Bachelorstudiengang „Bildungs­wissen­schaften des Primar­- und Elementar­be­reichs“ (BiPEb) bereitet auf eine Tätig­keit in inklusiven pädagogischen Ar­beits­fel­dern, insbesondere in inklusiven (Grund-)Schulen vor. Primäres Berufsziel ist die Tätigkeit als Lehr­kraft.

BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Mit dem Abschluss des Master of Education Lehramt Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule erwirbt man für das Bundesland Bremen automatisch eine Doppelqualifikation. Das Referendariat kann man dann entweder mit dem Ziel Lehramt an Grundschulen oder mit dem Ziel Lehramt für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik absolvieren. Mit dem Eintritt ins Referenrariat fällt die Entscheidung für eines der beiden Lehrämter.

Diese Doppelqualifikation, mit der man im Land Bremen das Referendariat für das Lehramt IP/Sonderpädagogik oder für das Lehramt an Grundschulen absolvieren kann, gilt für folgende Fächerkombination auch bundesweit:

Inklusive Pädagogik (großes Fach), kombiniert mit den Fächern Deutsch und Elementarmathematik.

Mit anderen Fächerkombinationen kann man das Referendariat für das Lehramt Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik ebenfalls bundesweit absolvieren. Das Referendariat für das Lehramt Grundschule ist aber in diesem Fall nicht in allen Bundeländern sichergestellt (bei Interesse bitte direkt beim betreffenden Bundesland nachfragen). 

Für diejenigen, die das Studium im Wintersemester 2021/22 aufnehmen, werden sich die Rahmenbedingungen für die Doppelqualifikation, auch im Hinblick auf das Referendariat in Bremen, verändern.

 

Unterschiede zwischen den zwei Lehramtstypen:


Absolvieren Sie das zweite Staatsexamen für das Lehramt Inklusive Pä­da­go­gik/Sonder­pä­da­go­gik, können Sie in dieser Funktion an Grundschulen oder an För­der­schu­len tätig sein und sind dabei besonders qualifiziert für die Arbeit in inklusiven bzw. integrativen Lerngruppen. Absolvieren sie das zweite Staatsexamen für das Lehramt an Grund­schu­len, können sie in dieser Funktion an allen Grund­schulen tätig werden und sind dabei besonders qualifiziert für die Arbeit in in­klu­siven Klassen und Schulen.

 

 

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Das Studienfach qualifiziert nach dem Abschluss eines entsprechenden Master of Education-Studiengangs und eines Referendariats für folgende Lehrämter:

  • Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik an Grundschulen

Informationen zum Lehramt als pdf-Dokument

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines wissenschaftlichen Masterstudiums in den Disziplinen:

  • Master of Education Inklusive Pädagogik (Grundschule)

Um die Lehrbefähigung für öffentliche Schulen zu erreichen folgt ein Aufbaustudium mit dem Abschluss "Master of Education" (M.Ed) und ein 18-monatiges Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt.

Studienbegleitendes Zusatzangebot
Das Zertifikatsstudium Grundlagen Digitaler Medien in pädagogischen Kontexten, ist ein studienbegleitendes Zusatzangebot im Rahmen von Studien mit pädagogischer Ausrichtung.

STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Der Begriff Inklusive Pädagogik bezeichnet erziehungswissenschaftliche An­sät­ze, die auf einen ge­lingenden Umgang mit der Verschiedenheit der Ler­nen­den in Bildungseinrichtungen zielen. Be­zogen auf die Schule versteht sich das Fachgebiet als Weiterentwicklung von Schulpädagogik und Sonder­pä­da­go­gik. Es beschäftigt sich mit kindlichen Lern- und Entwicklungsprozessen mit be­sonderem Blick auf die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen sie statt­finden und die Aus­wirkungen für das einzelne Kind. So können zum Bei­spiel Armut, Mehrsprachigkeit oder be­son­dere organische Bedingungen Ri­si­ken dafür sein, dass ein Kind ausgegrenzt wird oder die eigen­en Lern­möglich­keiten nicht entfalten kann. In diesem Zusammenhang fragt inklusive Pä­da­go­gik nach Unterstützungsmöglichkeiten für soziale Teilhabe und erfolgreiches Ler­nen eines Kindes. Bezogen auf den Unterricht geht es dann um Konzepte, die es allen Schüler*innen er­mög­lichen, in einer heterogenen Lerngruppe entsprechend der eigenen Lernausgangslage und so­zial eingebunden zu ler­nen. Inklusive Pädagog*innen sind damit Expert*innen für Erziehungs- und Bil­dungsprozesse unter unterschiedlichen Entwicklungs- und Sozialisations­be­dingungen. Sie sind dabei handelnd sowie beratend tätig.

Das Studienfach Inklusive Pädagogik im Bachelorstudiengang „Bildungs­wissen­schaften des Primar­- und Elementar­be­reichs“ (BiPEb) wird im Gesamtumfang von 51 CP studiert. Das entspricht dem Umfang eines großen Faches. Die Studierenden belegen neben der Inklusiven Pädagogik noch zwei Unterrichtsfächer (ein großes Fach und ein kleines Fach) und den Bereich Erziehungswissenschaft.

Studienverlaufsplan

Im Studienfach Inklusive Pädagogik (IP) belegen die Studierenden folgende Module:

1. Sem.
Modul IP-GS-1: Grundlagen Inklusiver Pädagogik (9 CP)

2. Sem.
Modul IP-GS-2: Bezugswissenschaftliche Grundlagen (9 CP)
Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Erster Förderschwerpunkt: Einführung (4 CP)

3. Sem.
Modul IP-GS-4: Grundlagen Inklusiver Didaktik Und Praxisorientierte Elemente: Einführung (5 CP)
Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Erster Förderschwerpunkt: Vertiefung (5 CP)

4. Sem.
Modul IP-GS-4: Grundlagen Inklusiver Didaktik Und Praxisorientierte Elemente: Begleitung Praxiselement (4 CP)
Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Zweiter Förderschwerpunkt: Einführung (4 CP)

5. Sem.
Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Zweiter Förderschwerpunkt: Vertiefung (5 CP)

6. Sem.
Modul IP-GS-5: Gesellschaftliche und institutionelle Barrieren und Teilhabe (6 CP)
optional: Modul IP-GS-6: Bachelorarbeit (12 CP)

* Es sind zwei von vier Förderschwerpunkten zu studieren. Studierende belegen daher zwei der Module IP-GS-3 A-D. Die Förderschwerpunkte sind im Master fortzusetzen. Im 2. & 3. Semester wird der erste Förderschwerpunkt und im 4. & 5. Semester wird der zweite Förderschwerpunkt studiert. Im ersten der beiden studierten Module 3 A-D wird als Prüfungsform eine empirische Erkundung, in dem anderen Modul eine anderweitige Prüfungsform erbracht.

 

 

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Im Studiengang werden drei Veranstaltungsformen systematisch genutzt, die sich in den Modulen jeweils gegenseitig ergänzen.
Erstens wird in Vorlesungen Basiswissen vermittelt. Diese Form der Lehre wird gezielt zur Einführung in bestimmte Themengebiete genutzt, wie die inklusive Pädagogik als Fachgebiet (Modul IP-GS-1) oder die Grundlagen inklusiver Didaktik (Modul IP-GS-4).
Zweitens finden - zum Teil begleitend zu den Vorlesungen - vertiefende Seminare statt, in denen die Studierenden beispielhafte Frage- und Problemstellungen stärker eigenverantwortlich bearbeiten. Neben inhaltlichen Anregungen durch die Lehrenden und selbstständiger Erarbeitung vorbereitender Texte spielt hier der Austausch der Studierenden untereinander sowie die Reflektion in Bezug auf den eigenen Lernprozess und die Anwendung erworbenen Wissens eine wichtige Rolle.
Drittens arbeiten Studierende in einem Teil der Seminare weitgehend eigenständig und projektorientiert an speziellen Fragestellungen. Dies betrifft insbesondere die Wahlvertiefung (IP6), praktikumsbezogene Veranstaltungen (IP 3) und die Vertiefungen zu förderschwerpunktbezogenen Fragestellungen (IP4).

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Im zweiten und sechsten Semester belegen die Studierenden Wahl­ver­tie­fungs­veranstaltungen (Module IP2 und IP 6). Zur Wahl stehen hier ver­tie­fen­de bezugswissenschaftliche, d.h. insbe­sondere soziologische und entwick­lungs­psychologische Aspekte.

Im zweiten bis fünften Semester (Modul IP-GS-3 A-D) belegen die Studierenden zwei von vier För­der­schwerpunkten. Zur Wahl stehen: "Emotionale und soziale Ent­wick­lung", "Geistige Entwicklung",  "Lernen" und "Sprache". Die förder­schwer­punkt­be­zo­gene Expertise wird in den Vertiefungsseminaren erworben, die ‚quer’ zu der inklu­si­ons­pädagogischen Grundqualifikation angelegt sind (siehe https://www.fb12.uni-bremen.de/fileadmin/Dateien/EW-Lehramt/Studienverlaufsplaene_BA_BiPEb_BPO_2019/Studienverlaufsplan_IP_BA_BiPEb_BPO_2019.pdf).

Erziehungswissenschaft

In Erziehungswissenschaft werden allgemeine erziehungswissenschaftliche sowie schulpädagogisch-didaktische Grundlagen vermittelt. Damit verbunden ist das Orientierungspraktikum: Es dient dazu, erste pädagogische und unterrichtspraktische Erfahrungen in einem schulischen Kontext zu sammeln und so die eigene pädagogische Eignung und Neigung zu überprüfen. Im Bereich der Schlüsselqualifikationen werden fachübergreifende berufsbezogene Kompetenzen vermittelt, beispielsweise Methoden- und Kommunikationskompetenz. Pflicht innerhalb der Schlüsselqualifikationen ist an der Uni Bremen der „Umgang mit heterogenen Lerngruppen“. Je nach angestrebtem Schultyp entfallen 13-23% des Bachelorstudiums auf diesen Bereich.

 

 

BEWERBUNG UND ZULASSUNG

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

- Interesse an Bildungsarbeit mit Kindern

- Kontaktfähigkeit und Bereitschaft zur Arbeit im Team

- Interesse an der unterstützenden Arbeit mit Kindern in Risikolagen

- Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Fragen von Ausgrenzung und Behinderung

- Sozialintegrative Grundeinstellung

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur

6 Wochen Vorpraktikum (Richtlinien für das Vorpraktikum) [pdf]

Nachweis Zugangsvoraussetzung

Vorpraktikum

Das Praktikum muss bis Semesterbeginn (01.10.), spätestens aber bis Veranstaltungsbeginn abgeschlossen sein und kann nicht nachgeholt werden.
Der Nachweis über insgesamt 6 Wochen (240 Stunden) Vorpraktikum ist nach Erhalt des Zulassungsbescheides bis zur dort genannten Frist im Sekretariat für Studierende einzureichen.
Als Nachweis gelten der Praktikumsvertrag bzw. eine schriftliche Bestätigung über die Vereinbarung des zu absolvierenden Praktikums; es müssen Institution, Zeitraum und Stundenumfang des Praktikums und Art der Tätigkeit im Praktikum aufgeführt sein.

Zulassung

für höhere Semester

zulassungsbeschränkt


Bewerbung über

Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

  • 15.07. zum Wintersemester

Studienbeginn Anfänger

WiSe

Besonderheiten bei der Zulassung

Studienvoraussetzungen

Formale Voraussetzung ist ein Zeugnis über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur).

Das Studienfach Inklusive Pädagogik ist zulassungsbeschränkt, d.h. die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt und die Zulassung zum Studium erfolgt nach der Durchschnittsnote des Abiturzeugnisses oder der Wartezeit. Im Bewerbungsverfahren für das WiSe 2017/18 hat sich ein NC-Wert von 1,9 ergeben.

Als studiengangsspezifische Voraussetzung muss ein mindestens sechswöchiges Vorpraktikum oder ein Praktikumsvertrag in einem außerschulischen, inklusiven Kontext von mindestens 240 Stunden nachgewiesen werden. Das Praktikum muss vor Studienbeginn, bis zum 01. Oktober (spätestens aber bis Veranstaltungsbeginn) absolviert sein und kann nicht nachgeholt werden. Weitere Informationen zum Vorpraktikum finden Sie hier.

Bewerbung und Einschreibung

Informationen für Studieninteressierte: www.uni-bremen.de/studieninteressierte

Frist für die Antragstellung: Wintersemester: 15. Juli, Sommersemester: 15. Januar. Zum Sommersemester werden nur Anträge von fortgeschrittenen Studienbewerbern be­rück­sichtigt. Eine Immatrikulation als Anfänger/in ist nicht möglich!

Die Antragsstellung erfolgt für Studienanfänger online. Für Sonderanträge (z.B. Fortgeschrittene, Härtefall) nur die Formulare nutzen, die von der Universität Bremen hier zur Verfügung gestellt werden.

Studienfachberatung: Anfragen bitte zunächst per mail an: info-ip(at)uni-bremen.de

FORMALIA

Studienform

Grundständiger Studiengang

Zeitaufwand

Vollzeitstudium

Studierbar als

Lehramtsfach

Studierbar für Schulformen

Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik an Grundschulen

Abschluss

Bachelor

Titel/Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

6 Semester

ECTS-Punkte

Lehramtsfach
24CP - 72CP

Systemakkreditiert


durch: AAQ
am: 16.09.2016

BAföG

6 Semester

Kosten

Semesterbeitrag 382,67 €

Bremen hat ein Studienkontengesetz.

Unterrichtssprache

Deutsch

Ordnungen

Prüfungsordnung

FORSCHUNG UND LEHRE

Lehrende

keine Angabe des Studienfachs

Studierende

Im gesamten BiPEb-Studiengang sind je Kohorte ca. 150 Studierende.

KONTAKT UND BERATUNG

Studienfachberatung

Studienfachberatung und Beratung zum Vorpraktikum
E-Mail: info-ip(at)uni-bremen.de

Anfragen zum Vorpraktikum (relevant für den B.A.) bitte an die hier genannte E-Mail-Adresse schicken!

Studienzentrum

Kathrin Schmidt
Gebäude: GW2, Raum: A 2.524
E-Mail: szfb12(at)uni-bremen.de
Telefon: 218-69070


Sprechzeiten

Offene Sprechstunde (ohne Anmeldung): dienstags, 11.00-12.30 Uhr

sowie Termine nach Vereinbarung

Information und Beratung bei Fragen:

    • zur Studienwahl, Studienorientierung und -organisation
    • zu den Studienangeboten des Fachbereichs
    • zur Bewältigung von Studienanforderungen
    • zu Zulassungs- und Prüfungsordnungen
    • zum Thema Abschlussarbeiten – Fristen, Anforderungen etc.
    • zur Findung der richtigen Ansprechpartner und Anlaufstellen

    Geschäftsstelle des Studiengangs

    Andrea Baitz
    Gebäude: GW2, Raum: A 2.590
    E-Mail: abaitz(at)uni-bremen.de
    Telefon: 218-69014

    Geschäftsstelle des Fachbereichrates

    Claudia Hottenrott
    Gebäude: GW2, Raum: A2550
    E-Mail: hottenro(at)uni-bremen.de
    Telefon: 218-69011

    Stand der Informationen

    23.07.2020
    Beschreibung des Faches

    BESCHREIBUNG DES FACHES

    Das Studienfach Inklusive Pädagogik (IP) im Bachelorstudiengang „Bildungs­wissen­schaften des Primar­- und Elementar­be­reichs“ (BiPEb) bereitet auf eine Tätig­keit in inklusiven pädagogischen Ar­beits­fel­dern, insbesondere in inklusiven (Grund-)Schulen vor. Primäres Berufsziel ist die Tätigkeit als Lehr­kraft.

    Berufswege und Weiterqualifizierung

    BERUFSWEGE UND WEITERQUALIFIZIERUNG

    Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

    Mit dem Abschluss des Master of Education Lehramt Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule erwirbt man für das Bundesland Bremen automatisch eine Doppelqualifikation. Das Referendariat kann man dann entweder mit dem Ziel Lehramt an Grundschulen oder mit dem Ziel Lehramt für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik absolvieren. Mit dem Eintritt ins Referenrariat fällt die Entscheidung für eines der beiden Lehrämter.

    Diese Doppelqualifikation, mit der man im Land Bremen das Referendariat für das Lehramt IP/Sonderpädagogik oder für das Lehramt an Grundschulen absolvieren kann, gilt für folgende Fächerkombination auch bundesweit:

    Inklusive Pädagogik (großes Fach), kombiniert mit den Fächern Deutsch und Elementarmathematik.

    Mit anderen Fächerkombinationen kann man das Referendariat für das Lehramt Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik ebenfalls bundesweit absolvieren. Das Referendariat für das Lehramt Grundschule ist aber in diesem Fall nicht in allen Bundeländern sichergestellt (bei Interesse bitte direkt beim betreffenden Bundesland nachfragen). 

    Für diejenigen, die das Studium im Wintersemester 2021/22 aufnehmen, werden sich die Rahmenbedingungen für die Doppelqualifikation, auch im Hinblick auf das Referendariat in Bremen, verändern.

     

    Unterschiede zwischen den zwei Lehramtstypen:


    Absolvieren Sie das zweite Staatsexamen für das Lehramt Inklusive Pä­da­go­gik/Sonder­pä­da­go­gik, können Sie in dieser Funktion an Grundschulen oder an För­der­schu­len tätig sein und sind dabei besonders qualifiziert für die Arbeit in inklusiven bzw. integrativen Lerngruppen. Absolvieren sie das zweite Staatsexamen für das Lehramt an Grund­schu­len, können sie in dieser Funktion an allen Grund­schulen tätig werden und sind dabei besonders qualifiziert für die Arbeit in in­klu­siven Klassen und Schulen.

     

     

    Studienangebot für das Berufsziel Schule

    Das Studienfach qualifiziert nach dem Abschluss eines entsprechenden Master of Education-Studiengangs und eines Referendariats für folgende Lehrämter:

    • Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik an Grundschulen

    Informationen zum Lehramt als pdf-Dokument

    Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

    Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines wissenschaftlichen Masterstudiums in den Disziplinen:

    • Master of Education Inklusive Pädagogik (Grundschule)

    Um die Lehrbefähigung für öffentliche Schulen zu erreichen folgt ein Aufbaustudium mit dem Abschluss "Master of Education" (M.Ed) und ein 18-monatiges Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt.

    Studienbegleitendes Zusatzangebot
    Das Zertifikatsstudium Grundlagen Digitaler Medien in pädagogischen Kontexten, ist ein studienbegleitendes Zusatzangebot im Rahmen von Studien mit pädagogischer Ausrichtung.

    Studieninhalte und Fächerkombinationen

    STUDIENINHALTE UND FÄCHERKOMBINATIONEN

    Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

    Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

    Der Begriff Inklusive Pädagogik bezeichnet erziehungswissenschaftliche An­sät­ze, die auf einen ge­lingenden Umgang mit der Verschiedenheit der Ler­nen­den in Bildungseinrichtungen zielen. Be­zogen auf die Schule versteht sich das Fachgebiet als Weiterentwicklung von Schulpädagogik und Sonder­pä­da­go­gik. Es beschäftigt sich mit kindlichen Lern- und Entwicklungsprozessen mit be­sonderem Blick auf die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen sie statt­finden und die Aus­wirkungen für das einzelne Kind. So können zum Bei­spiel Armut, Mehrsprachigkeit oder be­son­dere organische Bedingungen Ri­si­ken dafür sein, dass ein Kind ausgegrenzt wird oder die eigen­en Lern­möglich­keiten nicht entfalten kann. In diesem Zusammenhang fragt inklusive Pä­da­go­gik nach Unterstützungsmöglichkeiten für soziale Teilhabe und erfolgreiches Ler­nen eines Kindes. Bezogen auf den Unterricht geht es dann um Konzepte, die es allen Schüler*innen er­mög­lichen, in einer heterogenen Lerngruppe entsprechend der eigenen Lernausgangslage und so­zial eingebunden zu ler­nen. Inklusive Pädagog*innen sind damit Expert*innen für Erziehungs- und Bil­dungsprozesse unter unterschiedlichen Entwicklungs- und Sozialisations­be­dingungen. Sie sind dabei handelnd sowie beratend tätig.

    Das Studienfach Inklusive Pädagogik im Bachelorstudiengang „Bildungs­wissen­schaften des Primar­- und Elementar­be­reichs“ (BiPEb) wird im Gesamtumfang von 51 CP studiert. Das entspricht dem Umfang eines großen Faches. Die Studierenden belegen neben der Inklusiven Pädagogik noch zwei Unterrichtsfächer (ein großes Fach und ein kleines Fach) und den Bereich Erziehungswissenschaft.

    Studienverlaufsplan

    Im Studienfach Inklusive Pädagogik (IP) belegen die Studierenden folgende Module:

    1. Sem.
    Modul IP-GS-1: Grundlagen Inklusiver Pädagogik (9 CP)

    2. Sem.
    Modul IP-GS-2: Bezugswissenschaftliche Grundlagen (9 CP)
    Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Erster Förderschwerpunkt: Einführung (4 CP)

    3. Sem.
    Modul IP-GS-4: Grundlagen Inklusiver Didaktik Und Praxisorientierte Elemente: Einführung (5 CP)
    Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Erster Förderschwerpunkt: Vertiefung (5 CP)

    4. Sem.
    Modul IP-GS-4: Grundlagen Inklusiver Didaktik Und Praxisorientierte Elemente: Begleitung Praxiselement (4 CP)
    Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Zweiter Förderschwerpunkt: Einführung (4 CP)

    5. Sem.
    Modul IP-GS-3 A/B/C/D*: Zweiter Förderschwerpunkt: Vertiefung (5 CP)

    6. Sem.
    Modul IP-GS-5: Gesellschaftliche und institutionelle Barrieren und Teilhabe (6 CP)
    optional: Modul IP-GS-6: Bachelorarbeit (12 CP)

    * Es sind zwei von vier Förderschwerpunkten zu studieren. Studierende belegen daher zwei der Module IP-GS-3 A-D. Die Förderschwerpunkte sind im Master fortzusetzen. Im 2. & 3. Semester wird der erste Förderschwerpunkt und im 4. & 5. Semester wird der zweite Förderschwerpunkt studiert. Im ersten der beiden studierten Module 3 A-D wird als Prüfungsform eine empirische Erkundung, in dem anderen Modul eine anderweitige Prüfungsform erbracht.

     

     

    Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

    Im Studiengang werden drei Veranstaltungsformen systematisch genutzt, die sich in den Modulen jeweils gegenseitig ergänzen.
    Erstens wird in Vorlesungen Basiswissen vermittelt. Diese Form der Lehre wird gezielt zur Einführung in bestimmte Themengebiete genutzt, wie die inklusive Pädagogik als Fachgebiet (Modul IP-GS-1) oder die Grundlagen inklusiver Didaktik (Modul IP-GS-4).
    Zweitens finden - zum Teil begleitend zu den Vorlesungen - vertiefende Seminare statt, in denen die Studierenden beispielhafte Frage- und Problemstellungen stärker eigenverantwortlich bearbeiten. Neben inhaltlichen Anregungen durch die Lehrenden und selbstständiger Erarbeitung vorbereitender Texte spielt hier der Austausch der Studierenden untereinander sowie die Reflektion in Bezug auf den eigenen Lernprozess und die Anwendung erworbenen Wissens eine wichtige Rolle.
    Drittens arbeiten Studierende in einem Teil der Seminare weitgehend eigenständig und projektorientiert an speziellen Fragestellungen. Dies betrifft insbesondere die Wahlvertiefung (IP6), praktikumsbezogene Veranstaltungen (IP 3) und die Vertiefungen zu förderschwerpunktbezogenen Fragestellungen (IP4).

    Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

    Im zweiten und sechsten Semester belegen die Studierenden Wahl­ver­tie­fungs­veranstaltungen (Module IP2 und IP 6). Zur Wahl stehen hier ver­tie­fen­de bezugswissenschaftliche, d.h. insbe­sondere soziologische und entwick­lungs­psychologische Aspekte.

    Im zweiten bis fünften Semester (Modul IP-GS-3 A-D) belegen die Studierenden zwei von vier För­der­schwerpunkten. Zur Wahl stehen: "Emotionale und soziale Ent­wick­lung", "Geistige Entwicklung",  "Lernen" und "Sprache". Die förder­schwer­punkt­be­zo­gene Expertise wird in den Vertiefungsseminaren erworben, die ‚quer’ zu der inklu­si­ons­pädagogischen Grundqualifikation angelegt sind (siehe https://www.fb12.uni-bremen.de/fileadmin/Dateien/EW-Lehramt/Studienverlaufsplaene_BA_BiPEb_BPO_2019/Studienverlaufsplan_IP_BA_BiPEb_BPO_2019.pdf).

    Erziehungswissenschaft

    In Erziehungswissenschaft werden allgemeine erziehungswissenschaftliche sowie schulpädagogisch-didaktische Grundlagen vermittelt. Damit verbunden ist das Orientierungspraktikum: Es dient dazu, erste pädagogische und unterrichtspraktische Erfahrungen in einem schulischen Kontext zu sammeln und so die eigene pädagogische Eignung und Neigung zu überprüfen. Im Bereich der Schlüsselqualifikationen werden fachübergreifende berufsbezogene Kompetenzen vermittelt, beispielsweise Methoden- und Kommunikationskompetenz. Pflicht innerhalb der Schlüsselqualifikationen ist an der Uni Bremen der „Umgang mit heterogenen Lerngruppen“. Je nach angestrebtem Schultyp entfallen 13-23% des Bachelorstudiums auf diesen Bereich.

     

     

    Bewerbung und Zulassung

    BEWERBUNG UND ZULASSUNG

    Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

    - Interesse an Bildungsarbeit mit Kindern

    - Kontaktfähigkeit und Bereitschaft zur Arbeit im Team

    - Interesse an der unterstützenden Arbeit mit Kindern in Risikolagen

    - Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Fragen von Ausgrenzung und Behinderung

    - Sozialintegrative Grundeinstellung

    Zugangsvoraussetzung

    Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
    Infos zum Studium ohne Abitur

    6 Wochen Vorpraktikum (Richtlinien für das Vorpraktikum) [pdf]

    Nachweis Zugangsvoraussetzung

    Vorpraktikum

    Das Praktikum muss bis Semesterbeginn (01.10.), spätestens aber bis Veranstaltungsbeginn abgeschlossen sein und kann nicht nachgeholt werden.
    Der Nachweis über insgesamt 6 Wochen (240 Stunden) Vorpraktikum ist nach Erhalt des Zulassungsbescheides bis zur dort genannten Frist im Sekretariat für Studierende einzureichen.
    Als Nachweis gelten der Praktikumsvertrag bzw. eine schriftliche Bestätigung über die Vereinbarung des zu absolvierenden Praktikums; es müssen Institution, Zeitraum und Stundenumfang des Praktikums und Art der Tätigkeit im Praktikum aufgeführt sein.

    Zulassung

    für höhere Semester

    zulassungsbeschränkt


    Bewerbung über

    Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger

    • 15.07. zum Wintersemester

    Studienbeginn Anfänger

    WiSe

    Besonderheiten bei der Zulassung

    Studienvoraussetzungen

    Formale Voraussetzung ist ein Zeugnis über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur).

    Das Studienfach Inklusive Pädagogik ist zulassungsbeschränkt, d.h. die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt und die Zulassung zum Studium erfolgt nach der Durchschnittsnote des Abiturzeugnisses oder der Wartezeit. Im Bewerbungsverfahren für das WiSe 2017/18 hat sich ein NC-Wert von 1,9 ergeben.

    Als studiengangsspezifische Voraussetzung muss ein mindestens sechswöchiges Vorpraktikum oder ein Praktikumsvertrag in einem außerschulischen, inklusiven Kontext von mindestens 240 Stunden nachgewiesen werden. Das Praktikum muss vor Studienbeginn, bis zum 01. Oktober (spätestens aber bis Veranstaltungsbeginn) absolviert sein und kann nicht nachgeholt werden. Weitere Informationen zum Vorpraktikum finden Sie hier.

    Bewerbung und Einschreibung

    Informationen für Studieninteressierte: www.uni-bremen.de/studieninteressierte

    Frist für die Antragstellung: Wintersemester: 15. Juli, Sommersemester: 15. Januar. Zum Sommersemester werden nur Anträge von fortgeschrittenen Studienbewerbern be­rück­sichtigt. Eine Immatrikulation als Anfänger/in ist nicht möglich!

    Die Antragsstellung erfolgt für Studienanfänger online. Für Sonderanträge (z.B. Fortgeschrittene, Härtefall) nur die Formulare nutzen, die von der Universität Bremen hier zur Verfügung gestellt werden.

    Studienfachberatung: Anfragen bitte zunächst per mail an: info-ip(at)uni-bremen.de

    Formalia

    FORMALIA

    Studienform

    Grundständiger Studiengang

    Zeitaufwand

    Vollzeitstudium

    Studierbar als

    Lehramtsfach

    Studierbar für Schulformen

    Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik an Grundschulen

    Abschluss

    Bachelor

    Titel/Abschluss

    Bachelor of Arts (B.A.)

    Regelstudienzeit

    6 Semester

    ECTS-Punkte

    Lehramtsfach
    24CP - 72CP

    Systemakkreditiert


    durch: AAQ
    am: 16.09.2016

    BAföG

    6 Semester

    Kosten

    Semesterbeitrag 382,67 €

    Bremen hat ein Studienkontengesetz.

    Unterrichtssprache

    Deutsch

    Ordnungen

    Prüfungsordnung
    Forschung und Lehre

    FORSCHUNG UND LEHRE

    Lehrende

    keine Angabe des Studienfachs

    Studierende

    Im gesamten BiPEb-Studiengang sind je Kohorte ca. 150 Studierende.

    Kontakt und Beratung

    KONTAKT UND BERATUNG

    Studienfachberatung

    Studienfachberatung und Beratung zum Vorpraktikum
    E-Mail: info-ip(at)uni-bremen.de

    Anfragen zum Vorpraktikum (relevant für den B.A.) bitte an die hier genannte E-Mail-Adresse schicken!

    Studienzentrum

    Kathrin Schmidt
    Gebäude: GW2, Raum: A 2.524
    E-Mail: szfb12(at)uni-bremen.de
    Telefon: 218-69070


    Sprechzeiten

    Offene Sprechstunde (ohne Anmeldung): dienstags, 11.00-12.30 Uhr

    sowie Termine nach Vereinbarung

    Information und Beratung bei Fragen:

      • zur Studienwahl, Studienorientierung und -organisation
      • zu den Studienangeboten des Fachbereichs
      • zur Bewältigung von Studienanforderungen
      • zu Zulassungs- und Prüfungsordnungen
      • zum Thema Abschlussarbeiten – Fristen, Anforderungen etc.
      • zur Findung der richtigen Ansprechpartner und Anlaufstellen

      Geschäftsstelle des Studiengangs

      Andrea Baitz
      Gebäude: GW2, Raum: A 2.590
      E-Mail: abaitz(at)uni-bremen.de
      Telefon: 218-69014

      Geschäftsstelle des Fachbereichrates

      Claudia Hottenrott
      Gebäude: GW2, Raum: A2550
      E-Mail: hottenro(at)uni-bremen.de
      Telefon: 218-69011

      Stand der Informationen

      23.07.2020